Die Skandinavischen Tage 2021 liegen hinter uns
Marta Kufel

Wirtschaft, Ökologie, Zukunft – das sind die Schlüsselwörter der diesjährigen Skandinavischen Tage. Zweite Tage lang diskutierten Experten über moderne Lösungen, die sowohl der Wirtschaft, als auch der Umwelt dienen. Die Schlüsse aus diesen Gesprächen sollen der Durchführung der grünen Transformation in Stettin dienen.
Natürliche Partnerschaft
Stettin ist ein wichtiger Hafen und Logistikknotenpunkt für unsere Nachbarn aus dem Norden. Gute Fähr- und Flugverbindungen mit Skandinavien sorgen dafür, das wir praktisch zum Greifen nah sind – für Touristen, Studenten und Soldaten mit ihren Familien, die hier im Rahmen des Internationalen Nord- Ost Korps sind. Ein Anziehungspunkt ist das viele Grün, die Offenheit der Menschen und der stetige Wille zur Weiterentwicklung.
- Wir kommen uns immer näher und ich glaube, wenn die Pandemie endlich zu Ende ist, wird es noch besser. Die Lebensqualität, die Gestaltung des Stadtgebietes, die Ökologie – das sind inspirierende Themen, mit denen wir uns befassen, um ein attraktiver Ort zu sein und unsere Stadt voranzubringen – sagte Piotr Krzystek, Oberbürgermeister von Stettin.
Wirtschaft auf skandinavisch
Diese Zusammenarbeit hat jedoch vor allem einen wirtschaftlichen Charakter, denn Stettin ist ein wahres Sammelgebiet skandinavischer Firmen. Hier sind über 160 Großunternehmen mit Kapital aus Dänemark, Finnland, Norwegen oder Schweden. Noch vor zehn Jahren arbeiteten etwa 4000 Personen in diesen Firmen. Jetzt ist diese Zahl viermal höher.
- Unsere skandinavische Wirtschaftscommunity investierte trotz Pandemie weiter in Polen und obwohl die Restriktionen und Einschränkungen dem nicht dienen, werden wir mit doppelter Kraft und Energie weitermachen – stellte Stefan Gullgren, Botschafter Schwedens in Polen fest.
Hauptziel der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ist die Einführung von Lösungen, die einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben. Die skandinavischen Länder gelten als Pioniere der Ökologie, deshalb ist der Erfahrungsaustausch so wichtig.
- In Kürze verbindet die neue Gaspipeline Polen mit Skandinavien. Sie erhöht die Energiesicherheit und verringert den Kohlendioxidausstoß. Das ist ein wichtiger Schritt für eine ausgewogenen Umwelt und die Umsetzung der grünen Transformation. Das ist eine riesige Herausforderung, die auch eine Chance für die Industrie ist, deshalb glaube ich, dass wir das schaffen – sagte Anders Eide, Botschafter Norwegens in Polen.
Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause
Ein Element, dass de Zusammenarbeit noch enger machen soll, ist das Skandinavische Haus, also eine außergewöhnliche Räumlichkeit, die die lokale, interkulturelle der nördlichen Länder integriert. Dieser Ort wurde der Stadt von der Firm IKEA übergeben, die hier fast ein Jahr lang ein Projekt mit dem Namen Haus von Morgen führte. Nach der Änderung des Schildes wird die Zero Waste Philosophie beibehalten, interdisziplinäre Workshops und Schulungen durchgeführt, wie auch interkulturelle Initiativen ins Leben gerufen.
- Wir werden die Initiative von IKEA weiterführen und die Idee eines ökologischeren und ausgewogeneren Lebens propagieren. Gleichzeitig wird das Skandinavische Haus ein Ort der Gespräche über die Zukunft und ein Zentrum von Entwicklung und Kreativität sein – kündigt Daniel Wacinkiewicz, stellvertretender Oberbürgermeister von Stettin an.
Der Ort stet auch den Einwohnern offen: u.a. Jugendlichen, NGOs, Freiwilligen und sozial Engagierten, de aktiv zugunsten der Entwicklung eines grünen Stettins wirken wollen.
Aufgrund der Pandemie fand die diesjährige Ausgabe der Skandinavischen Tage vollständig als Online – Veranstaltung statt. Alle Materialien erhalten Sie hier.