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    Fantastische Endgültigkeit

    Katarzyna Jackowska

    Katarzyna Jackowska

    Fantastische Endgültigkeit

    Philharmonie in Szczecin

    Mozart, Liszt und Berlioz setzen sich in diesen Werken mit den Themen Tod, Schicksal und Obsession auseinander – jeder auf seine Weise, in einer anderen Epoche und Form.

    Die Ouvertüre zu Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart gehört zu den bekanntesten Operneröffnungen der Musikgeschichte. Mozart komponierte sie im Oktober 1787 – nur wenige Tage vor der Uraufführung der Oper in Prag. Gleich zu Beginn ertönt ein düsterer, dramatischer d-Moll-Akkord – ein musikalisches Vorzeichen für die spätere Erscheinung des Komturs, den Don Giovanni tötet und der als gespenstische Gestalt zurückkehrt. Nach dieser Einleitung löst sich die Spannung rasch auf und macht Platz für lebhafte, theatralische, fast tänzerische Musik. Mozart verdichtet in dieser Ouvertüre die ganze Vielschichtigkeit seiner Oper: Finsternis und Schrecken, Leichtigkeit und Witz, gepaart mit einer bewundernswerten kompositorischen Präzision.

    Franz Liszts Totentanz entstand über mehrere Jahre hinweg und erreichte seine endgültige Form im Jahr 1849. Das Werk ist eine konzertante Paraphrase über das berühmte mittelalterliche Motiv Dies irae, das Liszt in eine Folge von Variationen für Klavier und Orchester verwandelt. Dabei verbindet er Extreme: mittelalterliche Strenge mit romantischer Virtuosität, gregorianisches Zitat mit orchestralen Effekten. Der Totentanz verlangt vom Pianisten nicht nur technische Brillanz, sondern auch ein feines Gespür für musikalisches Gleichgewicht – denn das Werk bewegt sich an der Grenze zwischen Konzertstück und dramatischer Inszenierung. In Szczecin wird es von Tymoteusz Bies aufgeführt, einem der interessantesten polnischen Pianisten der jungen Generation.
     

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